Als ich vor nun bereits sechzehn Jahren zu den Fotoamateuren Kaltern kam, wollte Hermann mir unbedarftem Knipser vor allem zwei Dinge klar machen:

“Ein Bild muss scharf sein” und “Das beste Licht gibt es, sobald die Sonne untergegangen ist. Oder besser noch: Die Farben werden am besten wieder gegeben, wenn es leicht nieselt”.

Bei Gesprächen im Kaffeehaus, bei denen er in der Regel großzügig einlud, sprach Hermann gerne von seinen Vorstellungen von Bildern: Für Landschaften mit genau festgelegten Linien und für Masken in Venedig konnte er sich begeistern.

Dass man für Bilder von Tieren in Bewegung auch mal mehrere hundert Bilder schießt und dann im besten Fall zwei, drei gelungene auswählt, das blieb ihm fremd.

Gerne wäre er noch in der Wüste und auf Island auf Fototour gegangen. Die Erfüllung dieser Wünsche ist ihm aufgrund seiner Erkrankung verwehrt geblieben.

Immerhin konnte er in seinen letzten Lebenstagen noch einmal die geliebte Toskana besuchen und einige Bilder heimbringen.

 

So zeige ich hier einige Naturbilder, welche ich seit dem Sommer 2025 aufgenommen habe, in ehrendem Gedenken an einen guten Freund.