Einen besonderen Fotonachmittag durfte eine Gruppe ambitionierter Hobbyfotografen Ende Juni erleben. Dank der guten Idee von Emil und der freundlichen Unterstützung von Frau Karin Pichler, der von der Gemeinde Neumarkt beauftragten Referentin für das Klösterle, öffneten sich die Türen der alten Mauern des Hospiz Klösterle in St. Florian bei Neumarkt. Das Hospiz, im Jahr 1220 erbaut, diente damals Pilgern auf dem Weg nach Rom als Unterkunft auf halber Strecke zwischen Trient und Bozen.
Ausgehend vom weitläufigen Innenhof konnten die Teilnehmer mit Kamera und Stativ verschiedene Räumlichkeiten erkunden. Der größte und hellste Raum war die entweihte Kapelle, die heute für unterschiedlichste kulturelle Anlässe genutzt wird. Besonders spannend waren auch die Räume, die über ein paar Stufen in den Keller führten. Die alte Küche etwa beeindruckte mit ihren inzwischen kohlschwarzen Holzdecken und massiven Holzträgern und stellte eine fotografische Herausforderung dar. Weitere Räume im Untergeschoss bestachen durch die einzigartige Kombination aus groben Holzstützen und den historischen Steinmauern, die wohl viele Geschichten erzählen könnten.
Das Herzstück des Hospizes war jedoch der Speisesaal im Obergeschoss. Der liebevoll restaurierte Holzboden und die faszinierenden Wandmalereien zogen jeden Fotografen in ihren Bann und wurden aus unzähligen Perspektiven und mit unterschiedlichsten Objektiveinstellungen abgelichtet.
Die Ergebnisse dieses besonderen Nachmittags wurden anschließend bei einem Clubabend präsentiert. Dabei zeigte sich eindrucksvoll, wie vielfältig die Blickwinkel auf ein und dieselbe Räumlichkeit sein können.